Vergiftung mit Arzneimitteln und gefährlichen Substanzen

Wenn kindliche Neugier und die Nachlässigkeit von Erwachsenen im Umgang mit Arzneimitteln und gefährlichen Substanzen zusammentreffen, können die Folgen für die Kleinen schnell lebensbedrohlich werden. Zwar sind Schulkinder in der Regel bereits alt genug und kennen die Gefahren von Haushaltsreinigern, Pflanzendüngern und Arzneimitteln, dennoch passieren aber auch in ihrer Altersgruppe ab und an Unfälle.

 

Gefahren lauern in jedem Haushalt - und viel zu oft wird neugierigen Kindern der unerlaubte Zugang sehr leicht gemacht. Beispiele mit Arzneimitteln: Der Vater lässt seine Pillen gerne offen auf dem Nachttisch liegen, Mutter legt kleine Depots in Küchen- und Badezimmerschubladen an, Opa füllt seine bunte Wochenration in Tassen und Oma sortiert ihre übersichtlich auf dem Küchentisch...

 

Das Spektrum der unerlaubt und unbeobachtet eingenommenen Arzneimittel entspricht der üblichen Zusammensetzung von Hausapotheke: Schmerz-, Husten-, Erkältungsmittel, Blutdrucksenker, Psychopharmaka, Hormone ("Pille", Schilddrüsenhormone), Magen- und Darmmittel.

 

Vorbeugung:

  • Gefährliche Substanzen sicher verschließen und/oder außer Reichweite von Kindern aufbewahren,
  • Abgelaufene Medikamente nicht in den Müll werfen, sondern zur Entsorgung in die Apotheke bringen,
  • Medikamente in einer verschließbaren Hausapotheke aufbewahren.

 

Wenn es zu einer unglücklichen Medikamentenvergiftung kommt, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • den Notarzt anrufen,
  • Patienten beruhigen und zudecken, beengte Kleidung öffnen, Erbrechen auslösen (aber nicht bei Haushaltschemikalien!),
  • Giftreste oder ggf. Erbrochenes sicherstellen und ins Krankenhaus mitgeben.

 

 

Außerdem ist rund um die Uhr zu erreichen:

Gemeinsames Giftinformationszentrum Erfurt

Tel. 0361 / 730730